LED Lampen – Licht für die Zukunft

Spricht man vom Leuchtmittel oder von der Lampe der Zukunft, bezieht man sich damit heutzutage gewöhnlich auf LED Lampen. Die Technik, die sich im Inneren der LED Lampen befindet, ist jedoch gar nicht so neu, wie man vielleicht denkt. Schon 1907 entdeckte Henry Joseph Round den physikalischen Effekt der Elektrolumineszenz. Dabei wird ein Halbleiterkristall durch das Hindurchfließen von Strom zum Leuchten gebracht. Diesen Effekt machten sich weitere Forscher nach Round zunutze und arbeiteten an der Entwicklung der heutigen LED Leuchtmittel. Von der Entdeckung der Elektrolumineszenz bis zur ersten LED Lampe sollten jedoch noch einige Jahrzehnte vergehen: Die erste industriell gefertigte LED Lampe kam 1962 auf den Markt und war vorerst nur ein buntes Signallämpchen, das in Warnanzeigen oder als Rücklicht am Auto zum Einsatz kam. Weiße LED Lampen, die für die allgemeine Beleuchtung in Wohnräumen oder von Außenanlagen sorgen können, gibt es erst seit 1997.

Erzeugung von weißem Licht bei LED Lampen

Weißes Licht kann bei LED Lampen auf zwei verschiedene Arten erzeugt werden. Die seltener angewendete Methode besteht in der Kombination verschieden farbiger Leuchtdioden, aus deren gemischtem Licht sich dann weißes ergibt. Die zweite und am häufigsten angewandte Methode, weiße LED Lampen herzustellen, ist die Beimischung von Leuchtstoffen. Farbtonändernde Leuchtstoffe werden bei diesem Verfahren blauen LED Lampen hinzugefügt, so dass LEDs mit weißem Licht entstehen. Letztere Methode ist zwar im Herstellungsprozess teurer, liefert aber ein relativ gutes Ergebnis, was den Farbwiedergabeindex von LED Lampen betrifft (Ra 90).

LED Leuchtmittel sind klar im Vorteil

LED Lampen werden nicht nur aufgrund ihrer recht jungen Entwicklung als Leuchtmittel der Zukunft bezeichnet, sondern vor allem aufgrund ihrer Vorteile, die sich vor allem im Bereich der Energieeffizienz bemerkbar machen. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Glühlampe lassen sich mit einer LED Lampe bis zu 90 % Energie sparen. Dies kommt dadurch zustande, dass LED Lampen die zugeführte Energie besser nutzen und effizienter in Licht umwandeln können. Eine LED Lampe kann 30 % der Energie in Licht umwandeln, während eine Glühlampe nur 5 % schafft. Die effizientere Nutzung der Energie lässt sich auch beim Vergleich der Lichtausbeutewerte erkennen. Die Lichtausbeute gibt an, wieviel Lumen eine Lampe pro Watt erzeugt. Während eine Glühlampe nur 12 Lumen pro Watt erreicht, bringt es eine Hochleistungs-LED auf 60 Lumen pro Watt (Stand 2010).


Weitere entscheidende Vorteile, die für LED Lampen sprechen, sind: Langlebigkeit (20 000 bis 50 000 Stunden), Wartungsfreiheit, Stoßunempfindlichkeit, Farbstabilität, Schaltfestigkeit, Sofortstart und das Fehlen von UV-/IR-Strahlung, das die LED Lampe so beliebt im Bereich der Museumsbeleuchtung macht.